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Licht- 🔥 und Schattenkind 🖤

Copyright Picture: Kevin Carden Photography


Jeder von uns hat Licht- und Schattenseiten, die von unserem inneren Kind geprägt sind.

Wie du dir das bewusst machst zeig ich dir.


Wenn wir das Licht der Welt erblicken, sind wir ein unbeschriebenes Blatt. Erst durch unsere Kindheit und Erfahrungen in jungen Jahren nehmen wir Form an. Dabei nehmen wir sowohl Licht- als auch Schattenseiten mit, tragen ein "Sonnenkind", aber auch ein "Schattenkind" in uns.


Unter dem Schattenkind versteht man all jene Ausprägungen unserer Persönlichkeit, die negativ behaftet sind. Dazu zählen beispielsweise Wut, Trauer, Angst oder Unsicherheit. Doch gerade derartige Emotionen kommen nicht von jeher. Resultierend daraus, in wie weit unsere psychischen Grundbedürfnisse als Kind gestillt wurden, bauen wir einen Schutzpanzer auf. Dieser soll uns vor neuen Enttäuschungen schützen. Oft hat also nicht unser rational denkendes "Erwachsenen-Ich" die Fäden in der Hand, sondern viel mehr unser verletztes Schattenkind, welches sich im Unterbewusstsein versteckt. Neben unseren angeborenen Fähigkeiten nehmen wir derartige Muster besonders in unserer Kindheit auf, hervorgerufen durch unsere nächsten Bezugspersonen. Diese vermitteln uns entweder das Gefühl, dass wir in Ordnung sind oder eben nicht.


Das "eben nicht" wird von missachteten Wünschen, nach welchen wir uns sehnen, gefüttert. Dabei gilt es vier zentrale Bedürfnisse zu beachten, welche abhängig von den Erfahrungen unterschiedlich stark ausgeprägt sind:


Autonomie und Sicherheit

Bindung

Lustbefriedigung bzw. Unlustvermeidung

Selbstwerterhöhung bzw. Anerkennung


Schattenkinder wollen gesehen werden!


Geraten wir also in einen Konflikt schaltet unser Schattenkind Alarm und macht sich mit seinen Schutzstrategien bereit zur Abwehr. Dies geht oft so weit, dass die Schattenseite unsere Wahrnehmung verzerrt, was sich besonders im Streit bemerkbar macht. Während es von außen so aussehen mag, als ob zwei vernünftige Erwachsene miteinander über diffuse Themen diskutieren, stehen sich eigentlich zwei verletzte innere Kinder gegenüber. So kann der Streit über teure Ausgaben für den einen Partner bloß das Bedürfnis nach Lustbefriedigung darstellen, während das Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit beim anderen Partner ins Wanken gerät. Klar ist, dass der Teufelskreis erst dann sein Ende findet, wenn wir bereit sind uns unseren tatsächlichen Ängsten und unschönen Kindheitserinnerungen zu stellen. Reflexion ist hierbei das Stichwort und spielt eine zentrale Rolle, um nicht in die Schutzmechanismen der Kindheit zu verfallen.


Damit man derartige Verhaltensmuster und Erlebnisse aufarbeiten kann, eignet sich beispielsweise eine Visualisierung der Glaubenssätze und Ängste der Kindheit. Erst dann kann man Schlüsse ziehen, warum man selbst oder sein Gegenüber dementsprechend auf verschiedene Situationen reagiert.

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