Du bist der Autor deiner Geschichte


Alles was du bisher erlebt hast, lebt als als Emotion in dir, dennoch kannst du heute, hier und jetzt entscheiden, wie du damit umgehen willst.


Du kannst entscheiden, ob du deiner Vergangenheit weiterhin eine negative Bedeutung beimisst, oder sie als lehrreiche Erfahrung abhakst.


Denn so wie es schöne Erinnerungen gibt, jene du in deinem Herzen verankert hast, so hast du auch Schmerzliches erfahren: Du wurdest vielleicht gemobbt, verstoßen oder emotional misshandelt. So wie die schönen Erlebnisse in dir Bestand haben, so hältst du auch - durch Anhaftungen an die Vergangenheit - die schmerzlichen am Leben.


Wenn du deine negativen Erinnerungen nicht loslässt oder transformierst (Lehrreiches oder Erkenntnisse daraus ziehst), hauchst du dem Schmerz Tag für Tag wieder Leben ein. Das führt dazu, dass du dich in gewissen Bereichen selbst blockierst, da jene Erfahrungen dein Selbstbild geprägt haben und dadurch aktiv bleiben, wenn du sie dir nicht anschaust.


Werde dir dessen bewusst: Unbewusst denkst du über dich und andere in einer (häufig toxischen) Art und Weise, die du aus der aktuellen Perspektive total absurd finden würdest. Dennoch sind diese Glaubensmuster aktiv und vergiften noch immer diesen Moment, obwohl sie längst der Vergangenheit angehören und vielleicht schon seit Jahrzehnten in deinem System schwirren.


Beispielsweise: „Ich bin hässlich; Ich bin dumm; Ich kann nix; Keiner versteht mich; Alles ist kacke."


Du kannst jegliche geprägte Überzeugung von jetzt auf gleich über Bord werfen. Damals hattest du keine Macht darüber, wie andere mit dir umgegangen sind und warst hilflos diversen Schicksalsschlägen ausgeliefert. Heute jedoch hast du die Möglichkeit zu entscheiden, wie du dich selbst sehen willst, um das Fremdbild, was dir einst auferlegt worden ist, zu löschen. Wie eine Festplatte kannst du diese defragmentieren und mit neuen Daten füllen.


Du kannst zwar nicht deine Vergangenheit löschen, doch kannst du entscheiden, wie du heute damit umgehen willst, indem du es dir ins Bewusstsein rufst und verarbeitest - somit hat sie weniger, bis kaum Gewicht. Dadurch verändert sich deine emotionale Welt, und diese kannst du sehr wohl beeinflussen, also denke nicht, dass du keine Wahl hast!


Alle Emotionen in uns, die wir uns nicht bewusst anschauen, gewinnen im Inneren an Macht und werden uns irgendwann überwältigen, sodass es sich anfühlt, als seien wir ein Opfer und kein Schöpfer unserer Welt. Doch lass dir gesagt sein: Wenn du dich entscheidest, ein Schöpfer deiner emotionalen Welt zu sein („Ja” zu dir und deinem Leben zu sagen), dann wirst du auch zum Schöpfer deiner äußeren Welt.


Zwar bist du dann noch immer den Launen des Lebens ausgeliefert, doch kannst du nun entscheiden, wie viel Macht du ihnen über dich geben willst - was alles verändert! Dann bist du nicht mehr wie ein Schiffsbrüchiger in Not, der nach Hilfe schreit, sondern navigierst dich mit Vertrauen und Zuversicht aus eigener Hand durch die wildesten Stürme.


Wenn die tobenden Emotionen nicht länger dein Sein infiltrieren, ist es auch leichter, sich wohl zu fühlen und auf den Wellen des Momentes zu reiten. Denn im Grunde spielt sich das Leben immer im Jetzt ab, nur wir selbst halten die Vergangenheit am Leben - niemand sonst.


© Oliver Ribbert

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